Minimalistische Haarpflege mit Nora Koopmann | SLOW BEAUTY
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Minimalistisch Haarpflege und Conditioner für jedermann

mit Nora Koopmann

Nora ist ausgebildete Friseurin und studierte Kosmetikwissenschaftlerin. Nach 7 Jahren in der Entwicklungsabteilung eines großen Kosmetikkonzerns beschloss sie, sich mit einer minimalistischen Haarpflege selbständig zu machen.

In der Podcastfolge sprechen wir über den neuen Conditioner von Philomena Minimalist, aber auch darüber, wie Haarpflege von den großen Konzernen entwickelt wird. Ebenso habe ich ihr natürlich Eure Fragen aus dem Instagram Story Fragesticker gestellt. Darunter waren Fragen zu Haarprobleme und wie man mit wenigen Zutaten einen wirksamen Conditioner herstellen kann.

Hier kommt Folge 25 des Beauty Dschungel Podcast (auch auf iTunes und Spotify) und das Video unseres Interviews findest Du unterhalb des Textes.

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Nora, wieso hast Du den Job in der Kosmetikindustrie an den Nagel gehängt?

Zum einen fehlte mir die Kreativität aber auch die Arbeit mit Menschen. Und auch die Haarstyling-Beratung fehlte mir.

Wieso entwickelst Du eigentlich zuerst einen Conditioner und nicht ein Shampoo?

Einen Conditioner zu entwickeln war für mich naheliegender, denn ich kenne mich mit Emulsionen am besten aus.  Und außerdem bin ich ein großer Fan von Kokosöl für Haare. Früher habe ich reines Kokosöl als Haarpflege verwendet aber es ist von der Konsistenz her nicht so schön anzuwenden. Ich wollte einfach eine Creme aus dem Kokosöl herstellen.

Was ist so gut an Kokosöl für die Haare?

Das Protein im Kokosöl ist ähnlich dem Protein der Haare, daher legt sich das Kokosöl an das Haarprotein an und glättet es.

Sind das nicht eher die Fette im Kokosöl?

Insgesamt sind die Inhaltsstoffe von Kokosöl einfach ganz wunderbar für die Haare geeignet. Diese werden dadurch kräftiger und glänzen schön.

Was ist Dir wichtig am Minimalismus?

Rezepturen in meinem Job waren schon sehr komplex. Ich wollte Kosmetik transparenter gestalten. Ich verstehe selbst die INCI in den Produkten von er Drogerie manchmal nicht, obwohl ich lange in dem Bereich gearbeitet habe. Dann habe ich mich auch gefragt „Brauche ich diese ganzen Füllöle oder geht das auch einfacher?“ Außerdem lebe ich selbst sehr minimalistisch und das wollte ich auch auf die Haarpflege übertragen.

Warum sind die Rezepturen eigentlich immer so komplex?

Das ist oft historisch auch gewachsen. Wenn eine Rezeptur gut funktioniert, wird sie lange eingesetzt und immer weiterentwickelt.

Oft sind es auch Kostengründe. Denn die Rohstoffe müssen sehr günstig sein und da wird dann schon getrickst. Der Markt erfordert immer mehr, die Kosten zu reduzieren. Da kann bei einem Shampoo für 2 Euro nicht mehr viele gute Pflegestoffe drin sein. Und natürlich sind synthetische Öle viel günstiger als ein Kokosöl.

Würdest Du uns einen Einblick in Dein Conditioner Rezept geben?

Sehr gerne, denn es geht mir ja wie gesagt um Transparenz. Mein Hauptinhaltsstoff ist Wasser, denn der Conditioner ist eine O/W Emulsion. Der zweite Rohstoff ist Kokosöl. Als Emulgator habe ich Montanov™ 68 MB verwendet (INCI: Cetearyl Alkohol and Cetearyl Glucoside) Ich finde der macht eine schöne Emulsion ohne Rückstände im Haar oder Röllchen auf der Haut.

Als Verdicker habe ich Xanthan Gum verwendet, damit die Emulsion auch bei wärmeren Temperaturen länger stabil bleibt und sich nicht trennt. Außerdem habe ich Zitronensäure verwendet, damit sich die Schuppenschicht der Haare wieder schließen kann und die Haare mehr Glanz bekommen. Bei Haarprodukten ist ein saurer pH-Wert von 4,5-5 wichtig, dazu ist die Zitronensäure da. Und zum Schluss habe ich eine natürliche Konservierung verwendet.

Der Conditioner wird in 2-3 Monaten in den Shop kommen.

Für welchen Haartyp ist der Conditioner geeignet?

Mit Kokosöl habe ich eigentlich bei jedem Haartyp gute Erfahrungen gemacht. Natürlich gibt es immer jemanden der sagt „funktioniert gar nicht“ vor allem bei sehr festem Haar. Aber ich selbst habe bei allen Haartypen positive Rückmeldungen bekommen.

Wie wird der Conditioner angewendet?

Nach dem Waschen einfach auftragen kurz einwirken und ausspülen. Oder wie eine Haarkur 10 Minuten mit einem Handtuch drum herum einwirken lassen und dann erst ausspülen.

Was bedeutet Co-Washing und was sind die Vorteile?

Co-Washing bedeutet, die Haare sozusagen mit einem Conditioner (daher die Abkürzung Co) zu waschen. Man wäscht dazu die Haare nicht jedes Mal mit einem Shampoo, sondern mit Conditioner. Also bei jedem zweiten Waschgang verwendet man statt Shampoo einen Conditioner. Dieser wird gut ins Haar und auf die Kopfhaut einmassiert und dann erst ausgespült. Das schäumt halt nicht wie gewohnt, aber das macht im Grunde nichts.

Co-Washing pflegt die Haare sehr gut und gibt den Haaren und der Kopfhaut die Möglichkeit, sich wieder zu regenerieren. Denn wenn wir die Haare waschen wird ja das Haar durch das Shampoo sehr stark entfettet und durch das Co-Washing wird das Haar dann wieder gepflegt und regeneriert. Wirklich schön einmassieren und nicht nur in die Längen und Spitzen auftragen, wie man das sonst bei einem Conditioner machen würde.

Welchen Haartyp ist Co-Washing geeignet?

Co-Washing ist besonders für trockenes und festes Haar mit trockener Kopfhaut geeignet.

Aber werden die Haare dadurch nicht fettig und strähnig?

Es kommt wirklich auf die Haargrundlage an. Bei trockenen Haaren wird das gar nicht strähnig. Wichtig ist auch einen Conditioner zu verwenden, der keine Silikone enthält, denn dadurch entsteht dieser „Built-Up“ Effekt. Silikone lagern sich an das Haar an, werden aber nur schwer herausgewaschen. Bei der nächsten Conditioner Anwendung kommt dann noch mehr Sikikon dazu und so weiter. Es ist besser einen Conditioner mit pflanzlichen Ölen oder Feuchthaltemitteln wie Aloe Vera zu verwenden.  

Was kann man noch tun bei trockenen Haaren? Ist Aloe Vera für trockenes Haar geeignet?

Man muss immer die Haare genau anschauen. Einige brauchen eher Feuchtigkeit wie Aloe Vera und andere brauchen eher Fett. Wobei man bei Aloe Vera wirklich auch auf gute Produkte aus guten Quellen achten muss oder es alternativ auch in eine Rezeptur einbauen sollte.

Was tun bei juckender Kopfhaut und Schuppen?

Die Antwort ist komplex, denn man unterscheidet zwischen trockenen Schuppen und fettigen Schuppen.

Stress, Medikamente oder falsche Anwendung von Produkten, ein Pilz als Ursache, oder manchmal auch nur Trockenheit. Dann kann man versuchen mit Öl die Haut etwas aufweichen und Schuppen heraus zu bürsten. Jucken entsteht oft bei Trockenheit zum Beispiel im Sommer durch Sonne oder zu viel Waschen oder auch durch allergische Reaktionen.

Glaubst Du dass man mit einem Shampoo alle Haartypen abdecken kann?

Ich glaube schon, dass es im Grunde möglich ist, aber man kann nicht alle individuellen Bedürfnisse abdecken. Mit einem passenden Conditioner ist das fast einfacher, denn den kann man über die Dosierung anpassen. Bei feinem Haar kann man einen Conditioner einfach kürzer einwirken lassen und weniger vom Produkt verwenden als bei trockenen festen Haaren, da benötigt man mehr von einem Produkt und lässt es länger einwirken.

Wird es ein Shampoo von Philomena Minimalist geben? 

Ja irgendwann bestimmt schon, ich experimentiere mit Rezepturen aber meine Kundinnen wünschen sich ein festes Shampoo, wobei ich selbst flüssige Shampoos lieber mag.

Wie kann man sich eine Beratung mit Dir vorstellen?

Beratungen mache ich schon eine Weile aber erst seit 2-3 Monaten auch online. Vorher dachte ich das geht nur offline, aber das funktioniert tatsächlich sehr gut auch online. Ich mache das ganz individuell und Frage dann auch nach den Produkten, die die Person verwendet und wo das Haarproblem liegt. Und dann finden wir auch gemeinsam eine Lösung. Ich mache aber auch Styling Beratungen für Kundinnen, die nicht wissen, wie sie ihre Haare tragen sollen mit einfachen Mitteln. Da schaue ich mir die Kopfform an und wie man das Gesicht mit Strähnen umspielen kann beispielsweise.

Außerdem plane ich gerade einen Onlinekongress zum Thema Haarausfall. Das ist eine Frage, die mich immer wieder erreicht und was für viele ein Leidensdruck ist. Das Ganze ist so komplex, dass ich verschiedene Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen angesprochen habe um, das Thema von unterschiedlichen Perspektiven und Ansätzen zu beleuchten.

Was kann man tun bei Haarausfall? 

Man kann versuchen, die Durchblutung anzuregen zum Beispiel durch eine Massage mit Bürste aus Wildschweinborsten oder durch Haarprodukte mit Koffein.  

Oft wird Haarausfall aber auch durch Medikamente, Erkrankungen oder durch hormonelle Schwankungen ausgelöst. Ebenso kann Stress der Auslöser sein. Hier könnten Meditation- und Entspannungsübungen helfen und alles was weg geht vom Alltagsstress.

Wann findet der Haarausfall-Kongress statt und wie kann man sich dazu anmelden?

Der Onlinekongress wird im August / September stattfinden. Ein Anmeldeformular gibt es noch nicht. Man kann sich aber zum Newsletter anmelden, darüber kommen dann alle Informationen. Oder über die sozialen Medien:https://www.instagram.com/philomena_minimalist/

Du hast auch einen Guide zur Haartypbestimmung.

Ja genau. Hier geht es um Kopfform, Haarstruktur welche Inhaltsstoffe bei Haarpflege für welchen Haartyp passend sind und wie man seine Haare passend stylen kann. Sozusagen wie ein kleines DIY Haar Workbook. 

Hier geht es zur Anmeldung https://philomena-minimalist.com

 

 

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