Welcher Hauttyp bist Du?

Diese Frage habe ich in Folge 4 des Beauty Dschungel Podcast gestellt. Ich spreche über die 4 Hauttypen und welche Hauttypen nicht dazu gehören, wie beispielsweise die „Mischhaut“. Ob Du Deinen Hauttyp selbst bestimmen kannst und wie erfährst Du un der aktuellen Podcastfolge:

 


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Geht man in die Parfümerie oder in die Drogerie um Hautpflegeprodukte zu kaufen, muss man zunächst einmal seinen Hauttyp kennen. Denn nur so kann man das passende Produkt finden. Ich habe in der Drogerie Produkte für folgende „Hauttypen“ gefunden:

 

  • Normale Haut
  • Mischhaut
  • Trockene Haut
  • Sehr trockene Haut
  • Sensible Haut
  • Reife Haut
  • Sehr reife Haut
  • Haut ab 30
  • Unreine Haut

 

Hm! Hier werden Hauttypen und Hautzustände in einen Topf geworfen. Gut, was der Verbraucher nicht weiß, macht ihn nicht heiß… Aus dermatologischer Sicht kennt man nämlich nur diese 4 Hauttypen:

  1. Normale Haut (Talg- und Schweißdrüsenproduktion ist normal)
  2. Trockene Haut (Talg- und Schweißdrüsenproduktion ist vermindert)
  3. Seborrhoea sicca (Talgdrüsenproduktion ist vermehrt, Schweißdrüsenproduktion ist vermindert)
  4. Seborrhoea oleosa (Talg- und Schweißdrüsenproduktion ist vermehrt)

 

Wie Du siehst, hängt der Hauttyp entscheidend von der Produktion von Talg und Schweiß ab. Dabei handelt es sich bei der Tagdrüsenproduktion um Fette und bei der Schweißdrüsenproduktion um Wasser bzw. Feuchtigkeit.

 

Ich werde Dir gleich einen Test zeigen, bei dem Du selbst herausfinden kannst zu welchem Hauttyp Du gehörst. Vorweg jedoch die schlechte Nachricht: Nach meiner Erfahrung mit Hauttests können mindestens 85% aller Personen keinem eindeutigen Hauttyp zugeordnet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch bei Dir so ist, ist also sehr hoch. Aber auch dafür gibt’s eine Lösung.  Und: Rein theoretisch dürften also nur Kosmetikprodukte des Hauttyps „Mischhaut“ in den Regalen stehen… Diese Vereinheitlichung hilft uns jedoch auch nicht weiter. Was wir im Falle der Mischhaut unternehmen erkläre ich Dir später. Ich wollte Dich nur schon einmal mental auf dieses mögliche Testergebnis vorbereiten 😉

Ich habe die wichtigsten Merkmale der 4 Hauttypen in einer Tabelle zusammengefasst. Um den Hauttest durchzuführen und auch ein brauchbares Ergebnis zu erzielen solltest Du Deine Haut mit einem milden Reinigungsprodukt abreinigen (NICHT mit Öl) Den Hauttest führen wir ca. eine Stunde nach dem Abreinigen an 4 verschiedenen Stellen durch: Stirn, Nase, Kinn, Wange.

Fett- und Feuchtigkeitsgehalt:

Es ist nicht ganz einfach den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut festzustellen. In meinem Institut verwende ich dazu Glasplättchen aus dem Laborbedarf. Du kannst ein Trinkglas zu Hilfe nehmen. Und zwar rollst Du das Glas einmal über die Haut ab, als wolltest Du „Fingerabdrücke“ nehmen. Verwende 4 verschiedene Gläser für die vier Hautstellen und  vergleiche die Ergebnisse. Bei der normalen Haut sind sowohl fettige „Schlieren“ auf dem Glas zu sehen, als auch runde glitzernde Wassertröpfchen. Beim ersten Versuch ist das noch ziemlich schwierig zu unterscheiden. Am besten das Glas ins Gegenlicht halten. Fett ist meist „schmierig“ während Wassertröpfchen als glitzernde Pünktchen zu erkennen sind. In der nachfolgenden Tabelle kannst Du ankreuzen, was Du beobachtet hast. Sind die fettigen Schlieren oder die Wassertröpfchen in der Überzahl? Da unterschiedliche Hautstellen meist unterschiedliche Hauttypen aufweisen, kannst Du hier bestimmt schon Unterschiede feststellen. Falls Du gar nichts erkennen kannst, gibt es noch einige andere Attribute, anhand derer Du Deine(n) Hauttyp(en) feststellen kannst.

Verhornungen:

Verhornte Stellen ertastet man am besten mit den Fingern. Auch Schuppen sind Verhornungen, diese kann man leicht sehen. Verhornungen stehen aber auch in Verbindung mit Pickeln und Mitessern. Diese entstehen durch eine erhöhte Talgproduktion in Kombination mit einer verstärkten Verhornung an den Follikelausgängen (umgangssprachlich „Poren“ genannt). Von innen „schiebt“ also der Talg nach, während die Öffnung verdickt und den Ausgang „verstopft“. So können sich Pickel bilden oder aber auch große „Poren“.

 

Durchblutung und Empfindlichkeit:

Trockene Hauttypen sind meist empfindlicher, da die Haut dünner ist. Sie reagieren schneller und stärker auf äußere (und innere) Reize. Die Haut errötet schnell, auch bei Temperaturveränderungen oder mechanischen Reizen. Falls Du Dir nicht sicher bist wie empfindlich Deine Haut reagiert, kannst Du den Dermographismus-Test machen. Male mit einem Löffelstiel ein Kreuz auf  die Haut an Stirn, Wange und Dekolletee und schaue, was passiert. Bleibt ein rotes Kreuz für ca. 5 Sekunden sichtbar, reagiert die Haut empfindlich.

Normale Haut

kommt meist nur bei Kindern und jungen Menschen vor. Bei der Pflege ist nicht viel zu beachten: Milde Reinigungsprodukte verwenden, Schutz vor UV-Strahlung und Witterungseinflüssen (z.B. durch Wind- und Wettercreme), durch entsprechende Lebensweise dem Alterungsprozess vorbeugen (gesunde Ernährung, ausreichend trinken, wenig bis kein Alkohol / Nikotin / Medikamente, ausreichend Schlaf, Entspannung

Trockene Haut

ist in der westlichen Welt auf dem Vormarsch, außerdem sinkt die Hautfeuchtigkeit mit den Jahren. Trockene Haut – auch Sebostase  genannt – kommt bei ca. 10% der 20jährigen und bei 80% der 50jährigen vor. Durch die verminderte Feuchtigkeit kommt es häufig zu früher Faltenbildung. Außerdem ist trockene Haut meist besonders empfindlich, wobei empfindliche Haut kein Hauttyp, sondern ein Hautzustand ist. Allerdings ist durch die Trockenheit häufig auch die Hautbarriere gestört, was die Haut besonders sensibel gegenüber äußeren Einflüssen ist. Meist ist auch die Kopfhaut sehr trocken und neigt zu trockenen Schuppen. Bei der Pflege ist zu beachten: Tages- und Nachtpflege mit Feuchthaltefaktoren verwenden, die Haut braucht sowohl Fett als auch Feuchtigkeit (nur Fett reicht hier NICHT), mildes Reinigungspräparat, bei Gesichtswasser auf einen geringen Alkoholanteil achten, nicht zu lange / zu heiß duschen und baden, viel trinken.

 

Fette Haut (Seborrhö)

80% der 20jährigen besitzen eine fette Haut. Sie entsteht durch erhöhte Produktion der Tagldrüsen. Dabei unterscheiden wir zwischen öligem Talgfluss (oleosa) und trockenem Talgfluss (sicca). Die gute Nachricht: Wer eine eher fettige Haut auch noch im mittleren oder hohen alter hat, bekommt meist erst spät Falten. Die Haut ist halt einfach gut geschmiert! Der Nachteil dieses Hauttyps sind die häufiger auftretenden Unreinheiten mit Mitessern und Pickeln. Deshalb muss die Haut auch stärker gereinigt bzw. entfettet werden. Du solltest versuchen, das Verstopfen der Poren zu minimieren und Entzündungen zu verhindern. Hier darf das Reinigungsprodukt stärker entfetten, regelmäßige milde Peelings und ein Alkoholhaltiges Gesichtswasser sind zu empfehlen. Bei der Seborrhoea sicca sollte eine Tagespglege mit Feuchhaltefaktoren verwendet werden. Haare und Kopfhaut sind meist ebenso eher fettig.

 

So, jetzt was tun bei Mischhaut???

Du hast höchst wahrscheinlich unterschiedliche Ergebnisse an den verschiedenen Hautstellen. Falls nicht, herzlichen Glückwunsch, Du kannst Deine Pflege nun einfach anhand Deines Hauttyps planen.

Weiterführende Links

Slow Beauty Cosmetics auf Instagram www.instagram.com/slow_beauty_cosmetics

In der Podcastfolge spreche ich über Rosequarzroller und was sie können, beziehungsweise was nicht

Hier findest Du Rosenquarzroller für € 32,90 https://rosental.de/produkt/rose-queen-rosenquarz-roller/

und hier für € 6,89 https://www.aldi-sued.de/de/angebote/angebote-ab-do-2811/detailseite/ps/p/lacurabeauty-roller/ beides Stand  26.11.2019